Ürtekorporation Stansstad
 

Ürtegeschlechter

Die Geschlechter der Ürte sind:

   
a Andacher / Adacher
1385 erstmals urkundlich erwähnt. Ihre ersten Vorfahren hatten ihren Stammsitz im «Ennetacker» zu Büren ob dem Bach oder Blätzeten Ürthi1642, 1659 und 1668 erwarben sie das Stansstader Ürterecht.
    
   
a Baggenstoss
1559 erstmals erwähnt im Zusammenhang mit einer Schuld an die Frauen von Engelberg. 1629 stirbt ein Zweig der Familie aus. Heute sind keine Ürtner mit diesem Namen mehr in Stansstad ansässig.
   
   
a Bircher
1608 flüchteten die Bürchers wegen des Glaubenskrieges aus dem Kanton Bern nach Nidwalden. Auf dem Bürgenberg übernahmen sie eine Liegenschaft. 1614 an der Landsgemeinde nach fünfmaliger Abstimmung für 300 Gulden eingebürgert. Seit 1647 Ürtner von Stansstad.
   
   
a Engelberger
1396 erstmals erwähnt. Der Name scheint mit den Boten des Klosters Engelberg in Verbindung zu stehen. 1442 wird der Name Engelberger erstmals als Ürtner von Stansstad erwähnt.
   
   
a Flüeler
1396 wird erstmals ein Jenni Flüeler als Stifter der Frühmesserei in Stans erwähnt. Der Wohnsitz befand sich in Büren. 1514 wandte sich ein Teil nach Stans, 1586 nach Buochs, 1630 nach Waltersberg. Letztere nannten sich fortan Flühler, während der andere Teil 1637 in Stansstad das Ürterecht erhielt.
   
   
a Hermann
Um 1300 in Zug beheimatet. In Stansstad erscheinen sie 1397 als Ürtner. Sie sind somit das älteste Geschlecht, das noch in der Ürte vertreten ist.
   
   
a Rothenfluh
Dieses Geschlecht wird erstmals 1380 im Kanton Luzern erwähnt. 1638 wurden die Rothenflue in Nidwalden für 300 Gulden als «Landlüth» angenommen. Seit 1668 Ürtebürger von Stansstad.
   
   
a von Büren
Ein altes Nidwaldner Adels-Geschlecht, das im Jahr 1375 zum ersten Mal erwähnt ist. Ürtner seit 1651.
   


Ein weiteres Geschlecht, dasjenige der „von Kirsiten“, ist um 1780 ausgestorben. Heute leben noch ungefähr 65 Ürtebürgerinnen und Ürtebürger in der Gemeinde Stansstad. Sie sind Eigentümer der Wälder und der Liegenschaft «Allmend» in Obbürgen, dem Lopperwald, dem 1961 gekauften Heimwesen «Stollen» in Malters und der Überbauung Seehof in Stansstad.